2004

Neugründung des „Katholischen Kirchenchores Meschede“ aus den beiden
Pfarrgemeinden Mariä Himmelfahrt und St. Walburga
Chorleitung Mark Ehlert


Im Februar 2004 kehrte Mark Ehlert nach abgeschlossenem Kirchenmusik-Studium in seine Sauerländer Heimat zurück und trat sein Amt als Kirchenmusiker für die beiden Mescheder Pfarrgemeinden an.

Am 5. Februar fand dazu ein erstes Treffen statt. Dem neuen Kirchenchor traten außer den Sängern und Sängerinnen des alten St.-Walburga-Kirchenchores auch 3 Mitglieder des ehemaligen Kirchenchors der Pfarrei Mariä Himmelfahrt bei. Der Neuzugang von Sängerinnen und Sängern, auch jüngeren Alters, erfreute besonders die verbliebenen treuen Chormitglieder, konnten sie nun doch Hoffnung schöpfen, dass der Chor weiter Bestand hat.


Mit dem Festhochamt zur Wiedereröffnung der St. Walburga-Kirche nach umfangreichen Renovierungsarbeiten hatte der neue Chor am 22. Februar seinen ersten Auftritt, verstärkt durch einen Chor aus Bremen.

Mark Ehlert, der neue Chorleiter
des Kath. Kirchenchores Meschede

Am 6. Mai fand die Generalversammlung mit allen interessierten sangesfreudigen Mitgliedern der beiden Pfarreien St. Walburga und Mariä Himmelfahrt statt. Es waren 31 Sänger und Sängerinnen anwesend sowie Pastor Hoppe von der Gemeinde Mariä Himmelfahrt und Pastor Sprenger von der St. Walburga Gemeinde. Man wählte einen neuen Vorstand. Vorsitzender wurde Ingo Arnrich. Da die Mitglieder aus beiden Pfarreien kamen, stellten sich die beiden Pfarrer Felix Hoppe und Johannes Sprenger als Präsides zur Verfügung. Der Chor gab sich den Namen:

„Katholischer Kirchenchor Meschede“.

2004: Zeitungsartikel zur Neugründung des Kirchenchores

Zu dem Zeitpunkt war den Anwesenden noch nicht bewusst, dass der Chor in seiner Gründerzeit den gleichen Namen getragen hatte. Die Probenzeit wurde auf donnerstags, um 19.30 Uhr im Saal des Jugendheims  St. Walburga festgelegt. Da dies nun ein gemeinsamer Kirchenchor von zwei Gemeinden sein sollte, beschloss man, die Gottesdienste mit Gesang im Wechsel in den beiden Kirchen abzuhalten, besonders an den Hochfesten.

Das neue Logo

Am 15. Juli wurde die Satzung des Katholischen Kirchenchores Meschede verabschiedet. Das neue Logo hatte der Kunstmaler Gerd Becker, der lange Jahre Mitglied im Kirchenchor gewesen war, gestaltet. Die Hl. Messe zum ersten Cäcilienfest des neuen Chores wurde am 21. November um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gefeiert. Anschließend kamen die Sänger(innen) mit ihren Angehörigen in der „OT“ (Offene Tür) zum gemeinsamen Fest zusammen. Bereits Ende des Jahres 2004 zählte der Chor 47 Mitglieder. Mit der Neugründung des gemeinsamen Kirchenchoresbegann eine aktive und schwungvolle neue Zeit in seiner Geschichte. Seit Bestehen hatte er bereits 13 Auftritte, davon 6 in St. Walburga und 5 in Mariä Himmelfahrt.


 

 

2005


Im Juli schied Pastor Hoppe wegen seiner Pensionierung aus dem aktiven Dienst als Pfarrer aus und somit auch als Präses des Chores.


Zu Beginn des Jahres gab es ein neues Angebot für den Chor. Chorleiter Ehlert regte an, jährlich ein Intensiv-Probenwochenende für alle Chormitglieder anzubieten. Als Ort wurde das Heinrich- Lübke-Haus in Günne am Möhnesee gewählt. So traf sich der Chor dort zum ersten Mal vom 07.-09. Januar. Das Wochenende diente dem besseren Kennenlernen der Sängerinnen und Sänger, die nun fast ein Jahr zusammen im neuen Chor sangen. Die Teilnehmer(innen) waren begeistert.

Ein Höhepunkt dieses Jahres war für den Chor mit Sicherheit die Gestaltung des Gottesdienstes 

anlässlich der Diakonweihe in der Abtei Königsmünster am 26. Juni. Schon bald gab es viel Arbeit, denn es war ein Konzert in Zusammenarbeit mit der Kantorei der Elisabethkirche in Marburg geplant. Es begann eine intensive und bereichernde gemeinsame Zeit mit den Sängerinnen und Sängern aus Marburg.


„Starker Chor“: die Kantorei der Elisabethkirche Marburg und der Kath.
Kirchenchor Meschede beim Konzert in der St. Walburga-Kirche am 10.09.05

Am 10. September war es dann so weit: Beide Chöre sangen (zusammen etwa 80 Personen) in einem beeindruckenden Konzert in der St. Walburga-Kirche den Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit...“ und die 2. Sinfonie B-Dur „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das gleiche Konzert wurde dann am folgenden Tag in der Elisabethkirche in Marburg aufgeführt. An beiden Orten waren die zahlreichen Zuhörer begeistert.

2006


Am 10.09. gab es als besonderen Höhepunkt ein gemeinsames Konzert mit der Chorgemeinschaft Meschede. Die doppelchörige Messe von Charles-Marie Widor wurde in der St. Walburga-Kirche von der Orgelempore und vom Chorraum aus von beiden Chören gemeinsam gesungen. Dies war ein besonderes akustisches Erlebnis für die Zuhörer.

 

 

Am 30. Dezember sang der Chor in einem Radiogottesdienst, der aus der St. Walburga Kirche vom Westdeutschen Rundfunk live übertragen wurde.



2007



In der Generalversammlung am 25. Januar gab Ingo Arnrich sein Amt als Vorsitzender ab. Seine Nachfolgerin wurde Petra König mit Stellvertreterin Christine Schleifstein (laut Satzungsänderung).

Am 18. Februar machte sich der Chor wiederum auf nach Marburg. In der Universitätskirche sang er auf Bitten des dortigen Pfarrers eine katholische lateinische Messe im evangelischen Gottesdienst. Der Pfarrer trug liturgische Gewänder wie in der kath. Messe und es gab „Messdiener“. Auch die Liturgie war der katholischen absolut ähnlich. Am Ende waren die Sänger und Sängerinnen doch sehr verwirrt. Man rätselte, in welcher Konfession der Gottesdienst nun wirklich gefeiert worden war.

Am 10. August feierte Pastor i. R. Robert Beule sein 60., also Diamantenes, Priesterjubiläum. Natürlich sang der Chor für seinen Ehrenpräses in der Hl. Messe. Anschließend feierte die ganze Gemeinde mit ihm.

 

Mitglieder und Zuhörer haben mittlerweile gemerkt, dass eine neue Ära des Kirchenchores begonnen hat. Mehr Schwung und Begeisterung ist zu spüren und zu hören. Dies ist sicherlich ein Erfolg des begabten jungen und temperamentvollen Musikers, Mark Ehlert.

Er verlangt von seinem Chor Disziplin und vollen Einsatz. Aber auch die Stimmbildung mit Hilfe der professionellen Stimmbildnerin und Sängerin Christa Jürgens, die mit viel Humor die Chormitglieder animiert, Körper und Geist beim Singen einzusetzen, macht sich positiv bemerkbar. Anfängliche Hemmungen, besonders bei den Männern, sind vergangen. Die Probenwochenenden in Günne am Möhnesee mit einem intensiven Arbeitsprogramm, wozu auch selbstverständlich die Stimmbildung gehört, sind zur guten Einrichtung geworden. 

Herbstwanderungen durchs schöne Sauerland mit anschließendem gemütlichen Beisammensein gehören seit vielen Jahren immer noch zum jährlichen Programm.

 

 

Seit dem Pfingstfest 2007 trägt der Chor bei Auftritten eine einheitliche Chorkleidung. Die individuelle Grundkleidung ist schwarz. Die Damen tragen hierzu einen roten Schal und die Herren eine entsprechende Krawatte und ein Einstecktuch.

2007: Der Chor in seinem neuen „Outfit“

 

Stiftungsfeste des Chores

Das wichtigste Fest für den Chor war von Anfang an das jährliche Stiftungsfest des Kirchenchores am Namensfest der Hl. Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, am 22. November.

 

Eine alte Aufnahme vom Cäcilienfest 1955 im Kolpinghaus

1987: Ehrung der Jubilare

                   

Hanna Wilmers
und Ludwig Kersting
zur 40jährigen
Mitgliedschaft im Kirchenchor
1986: Dicht gedrängt, aber gemütlich in der Begegnungsstätte

Schon in der alten Chronik lesen wir, dass dieses Fest ab dem Jahr 1921 gefeiert wurde und von da an eine besondere Bedeutung hatte. Es wurde immer mit einer feierlichen Messe begangen, die der Chor natürlich mitgestaltete, und daran schloss sich das gesellige Beisammensein an. Hier waren alle Mitglieder sowie die Angehörigen und Freunde eingeladen. In den letzten Jahrzehnten war man dazu übergegangen, bei der Gelegenheit die Jubilare und Jubilarinnen für ihre treue Arbeit im Chor zu ehren. Diese Tradition wird auch im neuen Chor beibehalten.

A l l e r d i n g s regte man an, alle Personen dazu einzuladen, die sich in der Kirchenmusik in beiden Gemeinden engagieren. So erreicht man jetzt einen größeren Personenkreis aus den Pfarrgemeinden, die mit dem Chor das Fest der Patronin der Kirchenmusik feiern.

Hier sehen wir eine Auswahl der Fotos von Cäcilienfesten im Laufe der Jahre.

Cäcilia 1988
1998 feierte der Chor das Cäcilienfest im St. Elisabeth-Altenheim mit einer Hl. Messe und anschließendem Mittagessen
2004: Erste Cäcilienfeier des neuen Chores in der „Offenen Tür“ der Gemeinde Mariä Himmelfahrt nach einem feierlichen Hochamt
2008: Nach der Hl. Messe in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt fand die Feier im ökumenischen Kirchenzentrum „St. Franziskus“ statt
Jubilarehrung 2008: Dorothee Hochstein für 55 Jahre, Dieter Opielka, Elke Dröge und Norbert sowie Lieselotte Kaczmarczyk für 25 Jahre Mitgliedschaft im Chor. (Letztere war nicht anwesend)

 

2008


Eine neue Idee des Chorleiters ist es, in unseren Gemeinden den sogenannten „Evensong“ zu feiern. Das ist ein musikalisches Abendgebet mit Text und Gesang. Einige Male hat der Chor diese abendlichen Stunden schon gestaltet. Man wird sehen, ob es eine neue Form des Gottesdienstes sein kann, der von den Gemeindemitgliedern angenommen wird.

„Evensong“ in Mariä Himmelfahrt am 14.03.2008

 

 2009


Am 11. Oktober nahm der Chor am „Gemeindesingen“ in der Schützenhalle in Heinrichstal-Wehrstapel teil. Er war einer von 15 Chören, die hier ihr Können darboten, und wurde mit viel Applaus bedacht.

Im Jahr 2009 wird der katholische gemischte Kirchenchor in Meschede 90 Jahre alt. In seiner Satzung vom Jahr 1962 und 1975 und in etwas abgewandelter Form in der neuen Satzung von 2004 beschreibt er seine Aufgaben wie folgt:

„Aufgabe des Chores ist die Mitwirkung bei der liturgischen Gestaltung von Gottesdiensten, sowie die Beteiligung an musikalischen Aufgaben innerhalb der Pfarrgemeinden Mariä Himmelfahrt und St. Walburga und im ökumenischen Bereich. Der Chor dient darüber hinaus auch der Pflege der Geselligkeit, was durch gemeinsame Fahrten und Feiern zu besonderen Anlässen (z.B. Stiftungsfest der Kirchenchöre, hl. Cäcilia) zum Ausdruck gebracht wird.

Diese Aufgaben hat der Kirchenchor in all den Jahren mit kurzer, kriegsbedingter Unterbrechung sicherlich gewissenhaft erfüllt.

In der Mitgliederversammlung am 24. Januar 2008 wurde beschlossen, das 90-jährige Jubiläum am 25./26. April 2009 mit Freude und Dankbarkeit zu feiern. Dazu wird es ein schönes Rahmenprogramm geben. Auch die Mitglieder der beiden Pfarrgemeinden werden hierzu eingeladen.

Um aber die vielen Jahre des Werdens und Wachsens und Bestehens des Chores in Erinnerung zu behalten, haben wir in einem Redaktionsteam diese Chronik aus vielen gesammelten Aufzeichnungen und Bildmaterial zusammengestellt, damit jeder Interessierte sie nachlesen kann. Hierbei erheben wir nicht den Anspruch der Vollständigkeit.

Nur verhältnismäßig wenige Aktivitäten des Chores konnten in dieser Chronik erwähnt werden. Sie alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Wir alle, Sänger und Sängerinnen sowie Chorleiter und Präses, wünschen uns und den Generationen nach uns, dass es auch weiterhin einen katholischen Kirchenchor in unserer Stadt geben möge, der die in der Satzung gegebenen Ziele mit Begeisterung und Freude weiter verfolgt.

Der Chor im Jahre 2009

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